Bericht Asylcafé vom 10. Juli 2018

Zurück vom Asylcafé: Betreut und beraten haben wir heute unbegleitete Minderjährige mit ihren (Heim-) Betreuer*innen, junge Familien und Menschen aus den Ländern Eritrea, Ghana, Jordanien, Mazedonien, Nigeria, Syrien und Togo.

Ein ehrenamtlicher Betreuer mit einem jungen Mann. Heute ist der zweite Termin bei uns. Es gibt neue Post von seinem Anwalt. Wir übersetzen und erklären das Schreiben sowie weitere Formulare und Unterlagen.
Eine junge und schwangere Frau hat eine Ablehnung im Dublin-Verfahren erhalten. Die Klage wird bereits vom zuständigen Sozialverband erhoben. Wir erklären das Verfahren und stehen für die spätere Klagebegründung zur Verfügung.
Ein junger Mann wird von ehrenamtlichen Betreuer*innen begleitet. Auch er hat eine Ablehnung im Dublin-Verfahren erhalten. Sein wohl unerfahrener Anwalt hat hier falsch agiert. Wir besprechen das weitere Vorgehen und Möglichkeiten in seinem Fall. Wir verweisen an eine Fach-Kanzlei.
Ein anerkannter Flüchtling möchte seine Frau und seine Kinder nachholen. Wir erklären das Verfahren.
Ein junger Mann ist auf Arbeitssuche. Bisher hat er auf seine Bewerbungen immer nur Absagen erhalten. Wir geben Tipps und Ratschläge und vereinbaren einen neuen Termin.
Ein junger Mann, der als unbegleiteter Minderjähriger nach Deutschland kam, hier seine Schule erfolgreich abgeschlossen hat und inzwischen studiert. Er erkundigt sich nach den Formalitäten zum Familiennachzug seiner Eltern und Geschwister.
Zwei Heimbetreuerinnen mit drei unbegleiteten minderjährigen Mädchen, die bereits zu einem Termin bei uns waren. Wir besprechen heute das Procedere zum Familiennachzug.
Eine Familie, die wir schon länger betreuen. Wir führen ein längeres Gespräch, da die Familie in großen persönlichen, psychischen und finanziellen Problemen steckt. Die Familie hat große Angst vor einer Abschiebung. Der völlig verzweifelte Vater befindet sich bereits nach einem erneuten Selbstmordversuch in einer Klinik.
Eine junge Frau bekommt keine Geburtsurkunde für ihr Kind, da wohl bei der Vaterschaftsanerkennung ein falscher Name des Kindes eingetragen wurde. Wir werden uns mit den entsprechenden Behörden in Verbindung setzen.
Ein gesundheitlich angeschlagener junger Mann, der als Student nach Deutschland kam und inzwischen seinen schwer kranken Bruder pflegt. Es wird ihm „illegaler Aufenthalt“ unterstellt. Wir hatten ihn bereits an eine Fachkanzlei vermittelt. Wir besprechen heute verschiedene Schreiben der Ausländerbehörde, der Kanzlei und das weitere Vorgehen.

Im Team besprechen wir – wie immer – zum Abschluss Details der einzelnen Beratungsfälle und die daraus resultierende Aufgabenteilung für die kommenden Tage.

Unser nächster offener Beratungstermin ist Dienstag, 17. Juli 2018, ab 20 Uhr.
Unser Telefondienst ist immer Mo-Fr von 15-18 Uhr (außer feiertags) unter 0621-1564157 erreichbar.